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Probe am 10. Februar

Wir werden folgende Lieder üben:

  • Resolution der Kommunarden (S. 40)
  • Solidaritätslied(S. 23)
  • Ungarischer Tanz (S. 41
  • Brahms 6-9 (S. 48ff)

Die Texte findet ihr hier im Blog oder als PDF-Datei.

Übungshilfen findet Ihr hier.

Weitere Blogeinträge zum 1. Mai-Konzert

Der 1. Mai-Flyer ist da! – Cantus Regio Aktuell

Brecht/Weill/Eisler:

Brahms

Mai-Konzert: Peter Gisler statt Severin Barmetter

Leider hat Stephan Barmettler (Kontrabass) für das 1. Mai-Konzert abgesagt, aber Nik hat mit Peter Gisler einen tollen Ersatz gefunden:

Musiker, Komponist, Volksmusikforscher, Verleger, Klavier- und Flügeltechniker, ausgebildet bei Burger & Jacobi, weitergebildet bei Yamaha in Hamburg und C. Bechstein in Berlin. Volksmusik ist seine Quelle, Musik seine Spur.  Zuletzt hat er an der Jazzschule Berlin ein zweijähriges Online-Improvisationsstudium absolviert. 1992 gründete er die Musikhaus Gisler GmbH in Altdorf, 2006 übernahm er von Fabian Müller den Mülirad-Verlag. Peter Gisler spielt als Aushilfsmusiker in verschiedenen Formationen und Orchestern mit.

Wichtige Änderungen im Probenplan

Es gibt einige wenige Änderungen im Probenplan (in zwei der neuen Proben steht die Bestätigung des Probesaals noch aus):

2026:

  • Dienstag, 10. März
    Die Hauptversammlung beginnt um 19:00 Uhr (vorher 19:30 Uhr).
  • Samstag, 21. März Vormittag: Männer: Gymnasium Seefeld, Frauen: Kirchgemeindehaus (vorher war es umgekehrt)
  • Samstag, 6. Juni 9:30–13:00 Uhr: Zusätzliche Probe für das OPUS-Programm im Kirchgemeindehaus (Saal noch nicht bestätigt)
  • Dienstag, 9. Juni 19:30 Uhr: Serenade im Rahmen der Schlosskonzerte auf dem Rathausplatz. Es findet keine reguläre Probe statt; wer möchte, singt auf dem Rathausplatz mit.
  • Samstag, 8. August:
    Geplanter Chorausflug nach Ballenberg. Weitere Informationen folgen.

2027:

  • Extra Probe-Wochenende:
    Samstag, den 16. Januar von 9:30 – 12:00 und 13:30 – 16:00 Uhr, sowie am
    Sonntag, den 17. Januar von 10:00 – 13:00 Uhr proben wir die Johannespassion im Kirchgemeindehaus in Thun (Saal ist noch nicht bestätigt).
  • Am Montag, den 1. März probt nicht nur das Orchester, sondern auch der Chor (im alten Probeplan nur Orchester)

Die Änderungen sind auch in der PDF-Datei auf der Homepage und im Blog-Kalender aktualisiert worden.

Der neue Probenplan kann auch hier hinuntergeladen werden.

Filmeinladung

Bald wird der Film mit Peter Loosli und dem Rapperswiler Chor präsentiert – voraussichtlich auch mit einem Ausschnitt aus unserer Probe zu Psalm 42. Da nur wenige Plätze verfügbar sind, lohnt sich eine rasche Reservation per E‑Mail an mail@beatloosli.ch.

Geburtstage im Februar

Wir möchten folgende Chormitglieder zu ihrem Geburtstag gratulieren:

02-02      Pascal     Gähwiler   
04-02 Magdalena Leuenberger
10-02 Christiane Griffin
20-02 Barbara Oester

Geniesst das wunderschöne Blumenduett mit Sabine Devieilhe & Marianne Crebassa. Dieses Video wurde in acht Jahren über 26 Millionen mal angeschaut…

Kurt Weill – Ein Grenzgänger zwischen Oper, Kabarett und Broadway

Kurt Weill (1900–1950) zählt zu den prägendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. In Dessau als Sohn eines jüdischen Kantors geboren, wuchs er in einer musikalisch reichen Umgebung auf. Früh zeigte sich sein Talent für Komposition und musikalische Analyse. Seine Studien führten ihn nach Berlin, wo er unter anderem bei Ferruccio Busoni eine Ausbildung erhielt, die sein Denken über Form, Harmonie und musikalische Dramaturgie nachhaltig prägte.

In den 1920er-Jahren entwickelte Weill eine unverwechselbare Tonsprache: modern, zugänglich, rhythmisch pointiert und offen für Einflüsse aus Jazz, Kabarett und populärer Musik. Seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht wurde zu einem Meilenstein des Musiktheaters. Werke wie Die Dreigroschenoper (1928) oder Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (1930) verbanden gesellschaftliche Analyse mit musikalischer Direktheit. Weill verstand Musik als Mittel, gesellschaftliche Wirklichkeit sichtbar zu machen – ein Ansatz, den er selbst als „Gebrauchsmusik“ bezeichnete.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste Weill 1933 Deutschland verlassen. Nach Stationen in Paris emigrierte er in die USA, wo er sich künstlerisch neu erfand. Statt an der europäischen Avantgarde anzuknüpfen, wandte er sich dem amerikanischen Musiktheater zu. Broadway-Produktionen wie Lady in the Dark, One Touch of Venus oder Street Scene zeigen seine erstaunliche stilistische Wandlungsfähigkeit. Weill komponierte nun für ein breites Publikum, ohne seine künstlerische Integrität aufzugeben. Seine Musik blieb klar strukturiert, emotional direkt und geprägt von einer besonderen Mischung aus Melancholie und Energie.

Weills Werk ist bis heute lebendig, weil es Grenzen überschreitet: zwischen E- und U-Musik, zwischen politischem Theater und Unterhaltung, zwischen europäischer Moderne und amerikanischem Showbusiness. Seine Kompositionen besitzen eine unverwechselbare Handschrift – kantig und zugleich eingängig, kritisch und doch voller Empathie. Sie erinnern daran, dass Musik nicht nur ästhetisch, sondern auch gesellschaftlich wirksam sein kann.

Hanns Eisler – Klang eines zerrissenen Jahrhunderts

Die beiden Stücke Solidaritätslied und Resolution, die wir im Maikonzert singen, stammen aus der Feder von Hanns Eisler.

Hanns Eilser war ein österreichischer Komponist, Musiktheoretiker und politischer Künstler, der als einer der prägnantesten Vertreter des engagierten Musikschaffens im 20. Jahrhundert gilt. Besonders bekannt wurde er durch seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht und seine Beiträge zur politischen Liedkultur.

Geboren am 6. Juli 1898 in Leipzig als Sohn des Philosophen Rudolf Eisler, wuchs Hanns Eisler in Wien auf und wurde nach dem Ersten Weltkrieg Schüler von Arnold Schönberg. Obwohl er sich von Schönbergs Zwölftontechnik später distanzierte, blieb er dessen kompositorischer Strenge verpflichtet. Anders als Schönberg sah Eisler Musik nicht nur als ästhetisches, sondern als gesellschaftliches Medium: Sie sollte aufklären, mobilisieren und verändern.

In den 1920er-Jahren zog Eisler nach Berlin, wo er sich der kommunistischen Bewegung anschloss und für Arbeiterchöre sowie Agitprop-Gruppen komponierte. Seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht begann 1928 und prägte sein Schaffen über Jahrzehnte. Gemeinsam entwickelten sie eine neue Form des Musiktheaters, das politische Inhalte mit künstlerischer Radikalität verband – etwa in Werken wie Die Massnahme oder Die Mutter. Eisler schrieb auch zahlreiche Kampflieder, darunter das berühmte Einheitsfrontlied, das zur Hymne der antifaschistischen Bewegung wurde.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ging Eisler ins Exil, lebte zunächst in Europa, dann ab 1938 in den USA. In Hollywood komponierte er Filmmusik und schuf das Hollywooder Liederbuch, eine Sammlung von Liedern auf Texte von Brecht, Hölderlin und anderen, die persönliche und politische Erfahrungen des Exils reflektieren. Seine Nähe zur kommunistischen Bewegung führte 1947 zur Vernehmung durch das Komitee für unamerikanische Aktivitäten und schliesslich zur Ausweisung aus den USA.

1948 kehrte Eisler nach Europa zurück und liess sich in Ost-Berlin nieder, wo er sich am Aufbau des Musiklebens der DDR beteiligte. Er komponierte unter anderem die Nationalhymne Auferstanden aus Ruinen, blieb aber ein kritischer Geist, der sich nicht vorbehaltlos den kulturpolitischen Vorgaben des SED-Regimes unterordnete. Trotz zahlreicher Ehrungen kam es immer wieder zu Spannungen mit den Behörden.

Eislers Werk umfasst Lieder, Kammermusik, Orchesterwerke, Bühnen- und Filmmusik sowie musiktheoretische Schriften. Er starb am 6. September 1962 in Ost-Berlin. Sein Schaffen steht für eine Musik, die sich nicht in Schönheit erschöpft, sondern Stellung bezieht – kompromisslos, analytisch und zutiefst humanistisch.