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Probe am 10. Februar

Wir werden folgende Lieder üben:

  • Resolution der Kommunarden (S. 40)
  • Solidaritätslied(S. 23)
  • Ungarischer Tanz (S. 41
  • Brahms 6-9 (S. 48ff)

Die Texte findet ihr hier im Blog oder als PDF-Datei.

Übungshilfen findet Ihr hier.

Weitere Blogeinträge zum 1. Mai-Konzert

Der 1. Mai-Flyer ist da! – Cantus Regio Aktuell

Brecht/Weill/Eisler:

Brahms

Filmeinladung

Bald wird der Film mit Peter Loosli und dem Rapperswiler Chor präsentiert – voraussichtlich auch mit einem Ausschnitt aus unserer Probe zu Psalm 42. Da nur wenige Plätze verfügbar sind, lohnt sich eine rasche Reservation per E‑Mail an mail@beatloosli.ch.

Geburtstage im Februar

Wir möchten folgende Chormitglieder zu ihrem Geburtstag gratulieren:

02-02      Pascal     Gähwiler   
04-02 Magdalena Leuenberger
10-02 Christiane Griffin
20-02 Barbara Oester

Geniesst das wunderschöne Blumenduett mit Sabine Devieilhe & Marianne Crebassa. Dieses Video wurde in acht Jahren über 26 Millionen mal angeschaut…

Hauptversammlung 2026

Die Hauptversammlung findet am 10. März um 19:00 Uhr im KGH statt. (Achtung: im alten Probenplan stand als Anfangszeit 19:30 Uhr). Wir proben anschliessend das Jubiläum-Programm.

Kurt Weill – Ein Grenzgänger zwischen Oper, Kabarett und Broadway

Kurt Weill (1900–1950) zählt zu den prägendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. In Dessau als Sohn eines jüdischen Kantors geboren, wuchs er in einer musikalisch reichen Umgebung auf. Früh zeigte sich sein Talent für Komposition und musikalische Analyse. Seine Studien führten ihn nach Berlin, wo er unter anderem bei Ferruccio Busoni eine Ausbildung erhielt, die sein Denken über Form, Harmonie und musikalische Dramaturgie nachhaltig prägte.

In den 1920er-Jahren entwickelte Weill eine unverwechselbare Tonsprache: modern, zugänglich, rhythmisch pointiert und offen für Einflüsse aus Jazz, Kabarett und populärer Musik. Seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht wurde zu einem Meilenstein des Musiktheaters. Werke wie Die Dreigroschenoper (1928) oder Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (1930) verbanden gesellschaftliche Analyse mit musikalischer Direktheit. Weill verstand Musik als Mittel, gesellschaftliche Wirklichkeit sichtbar zu machen – ein Ansatz, den er selbst als „Gebrauchsmusik“ bezeichnete.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste Weill 1933 Deutschland verlassen. Nach Stationen in Paris emigrierte er in die USA, wo er sich künstlerisch neu erfand. Statt an der europäischen Avantgarde anzuknüpfen, wandte er sich dem amerikanischen Musiktheater zu. Broadway-Produktionen wie Lady in the Dark, One Touch of Venus oder Street Scene zeigen seine erstaunliche stilistische Wandlungsfähigkeit. Weill komponierte nun für ein breites Publikum, ohne seine künstlerische Integrität aufzugeben. Seine Musik blieb klar strukturiert, emotional direkt und geprägt von einer besonderen Mischung aus Melancholie und Energie.

Weills Werk ist bis heute lebendig, weil es Grenzen überschreitet: zwischen E- und U-Musik, zwischen politischem Theater und Unterhaltung, zwischen europäischer Moderne und amerikanischem Showbusiness. Seine Kompositionen besitzen eine unverwechselbare Handschrift – kantig und zugleich eingängig, kritisch und doch voller Empathie. Sie erinnern daran, dass Musik nicht nur ästhetisch, sondern auch gesellschaftlich wirksam sein kann.

Hanns Eisler – Klang eines zerrissenen Jahrhunderts

Die beiden Stücke Solidaritätslied und Resolution, die wir im Maikonzert singen, stammen aus der Feder von Hanns Eisler.

Hanns Eilser war ein österreichischer Komponist, Musiktheoretiker und politischer Künstler, der als einer der prägnantesten Vertreter des engagierten Musikschaffens im 20. Jahrhundert gilt. Besonders bekannt wurde er durch seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht und seine Beiträge zur politischen Liedkultur.

Geboren am 6. Juli 1898 in Leipzig als Sohn des Philosophen Rudolf Eisler, wuchs Hanns Eisler in Wien auf und wurde nach dem Ersten Weltkrieg Schüler von Arnold Schönberg. Obwohl er sich von Schönbergs Zwölftontechnik später distanzierte, blieb er dessen kompositorischer Strenge verpflichtet. Anders als Schönberg sah Eisler Musik nicht nur als ästhetisches, sondern als gesellschaftliches Medium: Sie sollte aufklären, mobilisieren und verändern.

In den 1920er-Jahren zog Eisler nach Berlin, wo er sich der kommunistischen Bewegung anschloss und für Arbeiterchöre sowie Agitprop-Gruppen komponierte. Seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht begann 1928 und prägte sein Schaffen über Jahrzehnte. Gemeinsam entwickelten sie eine neue Form des Musiktheaters, das politische Inhalte mit künstlerischer Radikalität verband – etwa in Werken wie Die Massnahme oder Die Mutter. Eisler schrieb auch zahlreiche Kampflieder, darunter das berühmte Einheitsfrontlied, das zur Hymne der antifaschistischen Bewegung wurde.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ging Eisler ins Exil, lebte zunächst in Europa, dann ab 1938 in den USA. In Hollywood komponierte er Filmmusik und schuf das Hollywooder Liederbuch, eine Sammlung von Liedern auf Texte von Brecht, Hölderlin und anderen, die persönliche und politische Erfahrungen des Exils reflektieren. Seine Nähe zur kommunistischen Bewegung führte 1947 zur Vernehmung durch das Komitee für unamerikanische Aktivitäten und schliesslich zur Ausweisung aus den USA.

1948 kehrte Eisler nach Europa zurück und liess sich in Ost-Berlin nieder, wo er sich am Aufbau des Musiklebens der DDR beteiligte. Er komponierte unter anderem die Nationalhymne Auferstanden aus Ruinen, blieb aber ein kritischer Geist, der sich nicht vorbehaltlos den kulturpolitischen Vorgaben des SED-Regimes unterordnete. Trotz zahlreicher Ehrungen kam es immer wieder zu Spannungen mit den Behörden.

Eislers Werk umfasst Lieder, Kammermusik, Orchesterwerke, Bühnen- und Filmmusik sowie musiktheoretische Schriften. Er starb am 6. September 1962 in Ost-Berlin. Sein Schaffen steht für eine Musik, die sich nicht in Schönheit erschöpft, sondern Stellung bezieht – kompromisslos, analytisch und zutiefst humanistisch.

Jubilate Deo: Übungshilfen und Texte

Übungshilfen Jubiläumskonzert: Jubilate Deo

Hier findet Ihr die Übungshilfen: Zuerst jeweils die Version mit der hervorgehobenen Stimme, direkt darunter die Aufnahme nur mit der jeweiligen Einzelstimme (z. B. nur Alt). Es gibt auch mp3-Dateien mit allen Stimmen. Das ganze Material stammt von Dan Forrest und kann auch auf der Jubilate-Deo-Homepage angesehen werden.

Ganz zuunterst stehen Euch mp3-Dateien zur Aussprache zur Verfügung – die Texte werden in der jeweiligen Originalsprache gelesen – sowie eine PDF-Datei mit allen Texten.

Wenn Ihr eine Übungshilfe anklickt, öffnet sich ein MP3‑Player auf einer neuen Seite. Über die drei Punkte rechts könnt Ihr die Aufnahme in verändertem Tempo abspielen oder herunterladen.

Sopran

1 Jubilate Deo

2 Ve adthnor vador

3 Ta cao chang de yang

4 Ngokujabula

5 Bendecid su nombre

6 Song of the Earth

7 Omnis Terra

Alt

1 Jubilate Deo

2 Ve adthnor vador

3 Ta cao chang de yang

4 Ngokujabula

5 Bendecid su nombre

6 Song of the Earth

7 Omnis Terra

Tenor

1 Jubilate Deo

2 Ve adthnor vador

3 Ta cao chang de yang

4 Ngokujabula

5 Bendecid su nombre

6 Song of the Earth

7 Omnis Terra

Bass

1 Jubilate Deo

2 Ve adthnor vador

3 Ta cao chang de yang

4 Ngokujabula

5 Bendecid su nombre

6 Song of the Earth

7 Omnis Terra

Alle Stimmen

1 Jubilate Deo

2 Ve adthnor vador

3 Ta cao chang de yang

4 Ngokujabula

5 Bendecid su nombre

6 Song of the Earth

7 Omnis Terra

Aussprachehilfen

Hebräisch/Arabisch (2 Ve adthnor vador)

Chinesisch (3 Ta cao chang de yang)

Zulu (4 Ngokujabula)

Spanisch (5  Bendecid su nombre) 

Texte

Übersetzung (Seite 1-2) und phonetisch (Seite 3-4; Achtung auf Englisch)