Leider hat Stephan Barmettler (Kontrabass) für das 1. Mai-Konzert abgesagt, aber Nik hat mit Peter Gisler einen tollen Ersatz gefunden:
Musiker, Komponist, Volksmusikforscher, Verleger, Klavier- und Flügeltechniker, ausgebildet bei Burger & Jacobi, weitergebildet bei Yamaha in Hamburg und C. Bechstein in Berlin. Volksmusik ist seine Quelle, Musik seine Spur. Zuletzt hat er an der Jazzschule Berlin ein zweijähriges Online-Improvisationsstudium absolviert. 1992 gründete er die Musikhaus Gisler GmbH in Altdorf, 2006 übernahm er von Fabian Müller den Mülirad-Verlag. Peter Gisler spielt als Aushilfsmusiker in verschiedenen Formationen und Orchestern mit.
Es gibt einige wenige Änderungen im Probenplan (in zwei der neuen Proben steht die Bestätigung des Probesaals noch aus):
2026:
Dienstag, 10. März Die Hauptversammlung beginnt um 19:00 Uhr (vorher 19:30 Uhr).
Samstag, 21. MärzVormittag: Männer: Gymnasium Seefeld, Frauen: Kirchgemeindehaus (vorher war es umgekehrt)
Samstag, 6. Juni9:30–13:00 Uhr: Zusätzliche Probe für das OPUS-Programm im Kirchgemeindehaus (Saal noch nicht bestätigt)
Dienstag, 9. Juni19:30 Uhr: Serenade im Rahmen der Schlosskonzerte auf dem Rathausplatz. Es findet keine reguläre Probe statt; wer möchte, singt auf dem Rathausplatz mit.
Samstag, 8. August: Geplanter Chorausflug nach Ballenberg. Weitere Informationen folgen.
2027:
Extra Probe-Wochenende: – Samstag, den 16. Januar von 9:30 – 12:00 und 13:30 – 16:00 Uhr, sowie am – Sonntag, den 17. Januar von 10:00 – 13:00 Uhr proben wir die Johannespassion im Kirchgemeindehaus in Thun (Saal ist noch nicht bestätigt).
Am Montag, den 1. März probt nicht nur das Orchester, sondern auch der Chor (im alten Probeplan nur Orchester)
Die Änderungen sind auch in der PDF-Datei auf der Homepage und im Blog-Kalender aktualisiert worden.
Der neue Probenplan kann auch hier hinuntergeladen werden.
Bald wird der Film mit Peter Loosli und dem Rapperswiler Chor präsentiert – voraussichtlich auch mit einem Ausschnitt aus unserer Probe zu Psalm 42. Da nur wenige Plätze verfügbar sind, lohnt sich eine rasche Reservation per E‑Mail an mail@beatloosli.ch.
Kurt Weill (1900–1950) zählt zu den prägendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. In Dessau als Sohn eines jüdischen Kantors geboren, wuchs er in einer musikalisch reichen Umgebung auf. Früh zeigte sich sein Talent für Komposition und musikalische Analyse. Seine Studien führten ihn nach Berlin, wo er unter anderem bei Ferruccio Busoni eine Ausbildung erhielt, die sein Denken über Form, Harmonie und musikalische Dramaturgie nachhaltig prägte.
In den 1920er-Jahren entwickelte Weill eine unverwechselbare Tonsprache: modern, zugänglich, rhythmisch pointiert und offen für Einflüsse aus Jazz, Kabarett und populärer Musik. Seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht wurde zu einem Meilenstein des Musiktheaters. Werke wie Die Dreigroschenoper (1928) oder Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (1930) verbanden gesellschaftliche Analyse mit musikalischer Direktheit. Weill verstand Musik als Mittel, gesellschaftliche Wirklichkeit sichtbar zu machen – ein Ansatz, den er selbst als „Gebrauchsmusik“ bezeichnete.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste Weill 1933 Deutschland verlassen. Nach Stationen in Paris emigrierte er in die USA, wo er sich künstlerisch neu erfand. Statt an der europäischen Avantgarde anzuknüpfen, wandte er sich dem amerikanischen Musiktheater zu. Broadway-Produktionen wie Lady in the Dark, One Touch of Venus oder Street Scene zeigen seine erstaunliche stilistische Wandlungsfähigkeit. Weill komponierte nun für ein breites Publikum, ohne seine künstlerische Integrität aufzugeben. Seine Musik blieb klar strukturiert, emotional direkt und geprägt von einer besonderen Mischung aus Melancholie und Energie.
Weills Werk ist bis heute lebendig, weil es Grenzen überschreitet: zwischen E- und U-Musik, zwischen politischem Theater und Unterhaltung, zwischen europäischer Moderne und amerikanischem Showbusiness. Seine Kompositionen besitzen eine unverwechselbare Handschrift – kantig und zugleich eingängig, kritisch und doch voller Empathie. Sie erinnern daran, dass Musik nicht nur ästhetisch, sondern auch gesellschaftlich wirksam sein kann.