Eine Nonnenvesper 28. März 2025 – 19:30 Uhr, Berner Münster Voces Suaves präsentiert eine selten aufgeführte Marienvesper von Margarita Chiara Cozzolani. Die Komponistin, Sängerin und Äbtissin Cozzolani wirkte in Mailand im 17. Jahrhundert und wurde für ihre musikalischen Fähigkeiten weithin bestaunt. Die umfangreichen musikalischen Aktivitäten in ihrem Kloster wurden von den Zuhörern sehr geschätzt, von konservativen männlichen Kirchenoberen jedoch auch stark kritisiert. Cozzolanis Veröffentlichung von 1650, Salmi a otto voci, enthält muntere und virtuose achtstimmige Vertonungen aller Vesperpsalmen sowie zarte Motetten für kleinere Besetzungen. Gemeinsam öffnen Sie den Blick auf die farbenfrohe, lebhafte und ausdrucksstarke Musik, die von Frauen im barocken Italien komponiert und aufgeführt wurde.
Voces Suaves: Sopran: Christina Boner, Mirjam Wernli Alt: Laura Kull, Jan Thomer Tenor: Rodrigo Carreto, Dan Dunkelblum Bass: Joachim Höchbauer, Jorge Martinez Escutia
Violone: Giovanna Baviera Violone grosso: Federico Abraham Theorbe: Mirko Arnone Orgel: Aki Noda-Meurice Orgel und musikalische Leitung: Michele Vannelli
Tickets: Für Chormitglieder aus der Region Bern bieten wir einen exklusiven Rabatt von 30% auf alle Tickets für unser Konzert im Berner Münster (bitte Renger um den Code bitten – der Blog ist öffentlich…) Normale Ticketpreise Kat. I CHF 60.- | 50.- AVH/IV Kat. II CHF 45.- | 35.- AVH/IV Kat. III CHF 35.- | 25.- AVH/IV
Der offizielle Ticketvorverkauf start am Sonntag, den 2. Februar. Die Mitglieder können aber bereits ab jetzt Tickets auf der Mitgliederseite bestellen oder direkt hier:
Wir möchten den folgenden Geburtstagskindern von Herzen gratulieren! 🎉 Wir entschuldigen uns bei all denjenigen, die wir eventuell vergessen haben – wir haben noch nicht alle Geburtstage erfasst.
Januar
7: Robert Schoch
14.1: Vreni Blum
30.: Ursula Rysser
Februar
2: Pascal Gähwiler
10.: Christiane Griffine
20.: Barbara Oester
26.: Monika von Allmen
Klicke mal auf das Bild und lasst Euch überraschen!
In der «Diskothek» auf DRS2 vergleichen zwei versierte Gäste mit guten Ohren im Blindtest verschiedene Aufnahmen eines klassischen Musikwerks und exponieren sich mit ihren Urteilen. In mehreren Hörrunden wird die Auswahl immer kleiner, bis die «beste» Aufnahme übrigbleibt – Spiel und Hörschulung zugleich. Die Werke stammen aus allen Epochen der klassischen Musik, vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Auch das Requiem von Mozart wurde intensiv diskutiert und zwar am 14.11. 2016. Ihr könnt diese Sendung unter folgenden Link hören: Diskothek in Zwei: Das Requiem von Mozart. Gäste der Moderatorin Eva Oertle sind der Dirigent Andreas Reize und der Tonmeister Andreas Werner.
Ihr könnt die Sendung im Browser anhören, hinunterladen oder in einem Podcast-Player hören.
Die Sendung ist ein Hörgenuss und auch für uns Sänger*innen sehr interessant, da immer begründet wird, warum eine Ausführung gut oder nicht gut ist. Es ist auch spannend, sich nach den Beispielen selbst eine Meinung zu bilden und dann zu sehen, was die Experten dazu sagen.
Die «Sieger-Aufnahme» ist die Aufnahme mit dem Choeur de Chambre de Namur, das New Century Baroque Orchester unter der Leitung von Leonardo García-Alarcón. Die Solisten sind Lucy Hall (SPoran), ANgeélique Noldus (Alt) Hui Jin (Tenor) und Josef Wagner (Bass). Es ist tatsächlich eine ganz tolle Aufnahme.
Wolfgang Amadeus Mozart verstarb am 5. Dezember 1791 in Wien. In seinen letzten Tagen war er von Fieber und Erschöpfung gezeichnet, dennoch arbeitete er bis kurz vor seinem Tod an einem Werk, das später als sein Requiem bekannt wurde. An seiner Seite befand sich sein enger Vertrauter Franz Xaver Süssmayr.
Es gibt Berichte, dass Mozart in einem Zustand zwischen Fieberträumen und Klarheit stand und mit Süssmayr über das Requiem sprach. Einige Quellen behaupten, sie hätten zusammen die Komposition durchgegangen. Allerdings sind diese Berichte teilweise legendenhaft und historisch umstritten.
Constanze Mozart, die Witwe des Komponisten, war in einer prekären finanziellen Situation, da ihr Ehemann eine Anzahlung für das Requiem erhalten hatte. Um den Ruf ihres Mannes zu schützen und finanzielle Verluste zu vermeiden, verbreitete sie Geschichten über die letzten Tage Mozarts, die ihn in einem heroischen Licht darstellten.
Die Wahrheit war jedoch anders. Das Requiem blieb ein unvollständiges Werk. Nur der Introitus («Requiem aeternam») wurde vollständig von Mozart komponiert. Andere Teile, wie das «Lacrimosa», waren lediglich fragmentarisch vorhanden.
Franz Xaver Süssmayr nahm die Aufgabe an, das Requiem zu vervollständigen, nachdem Joseph Eybler, ein enger Freund Mozarts, gescheitert war. Süssmayr vollendete das Werk mit größtem Respekt vor Mozarts musikalischem Erbe.
Im Laufe der Jahrzehnte erlangte das Requiem große Anerkennung. Kritiker des 18. und 19. Jahrhunderts lobten es als ein Werk von großer Genialität, oft ohne Süssmayrs Beitrag angemessen anzuerkennen. Erst ab den 1950er Jahren wurde die wahre Geschichte des Requiems aufgedeckt und die Ergänzungen von Süssmayr genauer unter die Lupe genommen.
Im Folgenden sind die Ergänzungen durch Süssmayr zusammengefasst:
Introitus (Requiem aeternam): Vollständig von Mozart.
Kyrie: Hauptsächlich von Mozart, möglicherweise mit kleinen Ergänzungen von anderen.
Sequenz (Dies irae bis Confutatis): Mozart hinterließ Skizzen und Entwürfe; Süssmayr vollendete die Instrumentation und die letzten Teile.
Lacrimosa: Nur die ersten 8 Takte von Mozart, der Rest von Süssmayr.
Offertorium: Von Mozart skizziert und teilweise instrumentiert; Süssmayr vollendete es.
Sanctus, Benedictus, Agnus Dei: Vollständig von Süssmayr.
Communio (Lux aeterna): Süssmayr verwendete die beiden Eröffnungssätze des «Introitus» und «Kyrie», die Mozart selbst komponiert hatte, und unterlegte ihnen den Text des «Lux aeterna».
Die Entstehung und Vervollständigung von Mozarts Requiem ist ein faszinierendes Kapitel der Musikgeschichte, geprägt von Mythen, Legenden und wissenschaftlichen Entdeckungen. Die Rolle von Franz Xaver Süssmayr war entscheidend für die Fertigstellung des Werkes, und seine Beiträge verdienen Anerkennung und Respekt. Die Dekonstruktion der Mythen und die genauere Analyse der Urheberschaft der einzelnen Teile des Requiems ermöglichen ein tieferes Verständnis für die Komplexität und die Genialität sowohl Mozarts als auch Süssmayrs.
Im Blog sieht ihr jeweils in der rechten Spalte den Kalender mit den nächsten fünf Einträgen:
Ganz unten gibt es einen Link «Kalender anzeigen». Klickt man hier, so werden alle vorhandene Kalendereinträge angezeigt. Wo die Chorprobe ist kann sogar in Google-Maps angezeigt werden. Wir werden zum Beispiel auch mal in Uttigen üben. Klicke mal auf den Eintrag für 18. Februar. Anschliessend wird Folgendes gezeigt:
Mit einem Klick auf die Karte öffnet sich Google-Maps.
Es gibt noch eine tolle Sache: die Liste mit Terminen kann in den eigenen Kalender importiert (abonniert) werden. Klicke dazu ganz unten auf «Kalender importieren». Je nachdem welchen Kalender Ihr benutzt die entsprechende Option wählen:
Die Chorproben und Konzerte für das ganze Jahr sind eingetragen. Wenn sich etwas ändern würde, wird es in manchen abonnierten Kalendern automatisch angepasst, bei anderen Kalendern leider nicht, aber das sollte kein Problem sein, da Ihr in solchen Fällen sowieso einen Hinweis von uns bekommt.
Für alle, die eine herausragende Aufnahme des Requiems suchen: Die 2024er Aufnahme mit Raphaël Pichon und dem Ensemble Pygmalion sowie den SolistenYing Fang (Sopran), Beth Taylor (Alt), Laurence Kilsby (Tenor) und Alex Rosen (Bass) ist meiner Meinung nach ein echter Genuss.
Auch die Kritiker sind sich einig und loben die Aufnahme in den höchsten Tönen. Hier einige Auszüge:
«A Sweeping experience»,
«Raphaël Pichon’s crisp new recording is the most life-affirming account you are likely to hear. «
«this is an exceptionally dramatic and spiritual performance»
«Überwältigendes Mozart-Requiem von Raphaël Pichons»
Wer Spotify hat kann die Aufnahme hier hören. Aber auch ohne Spotify lässt sich diese Aufnahme geniessen, denn sie ist hier als Spielliste auch auf YouTube vorhanden. Auf YouTube gibt es auch eine Video, das während der Aufnahme vom Confutatis gemacht wurde.
Wir haben letztes Jahr Stephan Cuber (er singt regelmässig bei uns als Projektsänger mit) von diaphan gestaltung den Auftrag gegeben das Plakat zu entwerfen. Wir vom Vorstand hoffen, dass Ihr genau so begeistert sein